int. Dackel-club gergweis e.V. int. rasse-jagd-gebrauchshunde-verband e.V.
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Agility-Cup-Turnier
Region Nord
09.05.2026 15:00 Uhr - 10.05.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
16.05.2026 16:00 Uhr - 17.05.2026 16:00 Uhr
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17.05.2026 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
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30.05.2026 16:00 Uhr - 31.05.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
07.06.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
13.06.2026 15:00 Uhr - 14.06.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
13.06.2026 15:00 Uhr - 14.06.2026 16:00 Uhr
IRJGV-Baden-Württemberg-Siegerschau mit Vergabe des Auslands-CACIB
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
14.06.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
20.06.2026 15:00 Uhr - 21.06.2026 16:00 Uhr
Lustiges Hunderennen
50-Meter-Hunderennen + Fotoshooting + pfiffiges Hunderennen
21.06.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
28.06.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier & NRW-Meisterschaft
Region West
11.07.2026 08:00 Uhr - 12.07.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
25.07.2026 16:00 Uhr - 26.07.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier (Doppelturnier)
Region Mitte
08.08.2026 14:00 Uhr - 09.08.2026 15:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
22.08.2026 17:00 Uhr - 23.08.2026 16:00 Uhr
Sommerfest
mit lustigem Hunderennen + Hundeolympiade + Fotoshooting
23.08.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Nordsee-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
29.08.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
29.08.2026 16:00 Uhr - 30.08.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
05.09.2026 15:00 Uhr - 06.09.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
06.09.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Grenzland-Siegerschau Niederlande - mit Vergabe des „Auslands-CACIB“
- für alle Rassehunde -
13.09.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Agility-Richter- & LG-Beauftragten Arbeitskreis-Tagung
03.10.2026 11:30 Uhr - 15:00 Uhr
Deutsche Agility Meisterschaft
04.10.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Euregio-Siegerschau - mit Vergabe des „Auslands-CACIB"
- für alle Rassehunde -
18.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
IRJGV-Südwestdeutschland-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
25.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr

Int. Dackelclub Gergweis e.V. (IDG e.V.)
Int. Rasse-Jagd-Gebrauchshunde Verband e.V. (IRJGV e.V.)

Hundetraining und Pflege: Alles für Ihren Hund

Im IDG e.V. & IRJGV e.V. dreht sich alles um Hundetraining, Pflege und Vereinsaktivitäten. Erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Tipps das Leben mit Ihrem Hund harmonisch und artgerecht gestalten können.

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IRJGV-Baden-Württemberg-Siegerschau

mit Vergabe des Auslands-CACIB

NEU: ab sofort zusätzliche Klassen für die Bereiche Senioren & Kastraten

NEU: ab sofort zusätzliche Klassen für die Bereiche Senioren & Kastraten
 

Weitere Informationen zu den Neuerungen finden Sie unter der Rubrik “Aktuelles”: Rassehundeschauen-Sonderschauen - Was ist ab 2026 neu? - oder können Sie bei der Ausstellungsleitung erfragen. 

Nähere Veranstaltungsinformationen zur Rosensiegerschau selbst, sind in der Terminübersicht zu finden. 

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Foto:©Daniel Pill/wikimedia commons

Bloß kein Getreide?

Trend, Mythos oder guter Ratschlag?

Getreide in Hundefutter – gefährlich oder genehmigt? Bei der Diskussion über den Sinn und Unsinn von Kohlenhydraten in der Hundenahrung ist vor allem Getreide in der „Schusslinie“. Ist Getreide artgerecht oder ein billiger Füllstoff und können Hunde als Fleischfresser Getreide überhaupt verdauen? Getreidefreie Hundefutter werden als die bessere Alternative angeboten, weil Getreide angeblich Allergien auslöst. Viele Mythen ranken um dieses Thema.

Getreide in Hundefutter – gefährlich oder genehmigt? Bei der Diskussion über den Sinn und Unsinn von Kohlenhydraten in der Hundenahrung ist vor allem Getreide in der „Schusslinie“. Ist Getreide artgerecht oder ein billiger Füllstoff und können Hunde als Fleischfresser Getreide überhaupt verdauen? Getreidefreie Hundefutter werden als die bessere Alternative angeboten, weil Getreide angeblich Allergien auslöst. Viele Mythen ranken um dieses Thema.

Vorweg: Hunde bevorzugen es, nur 10% ihrer Kilokalorien über Kohlenhydrate zu decken, 30 % über Eiweiß und 60% über Fett. Kohlenhydrate sind nicht essentiell, also lebensnotwendig (mit einer Ausnahme, in der Trächtigkeit und Säugezeit brauchen Hündinnen Kohlenhydrate, um Milch bilden zu können). Das waren aber objektiv betrachtet auch schon die Nachteile.

Auf der Habenseite sind Kohlenhydrate: schnell verfügbare Energielieferanten und zudem Lieferanten von Ballaststoffen, die eine optimale Verdauung unterstützen.

Wenn nicht aus Kohlenhydraten (z.B. dem Polysaccharid Stärke), woher kann die benötigte Energie im Futter sonst stammen?

Fett ist einer der drei möglichen Energielieferanten, steht meistens aber eher für Leistung auf lange Sicht zur Verfügung, weil es im Körper als Energiedepot in den Fettzellen gespeichert wird und nicht für sofortige Leistungsmomente genutzt werden kann. Eiweiß wird hauptsächlich für den Aufbau und den Erhalt von Körperzellen genutzt und wird im Überschuss über die Nieren ausgeschieden, kann also nicht gespeichert werden.

Der Wasserbedarf für den Ablauf der Energiegewinnung aus Eiweiß ist größer. Die Abbauprodukte (Ammoniak, der zu Harnstoff wird) sind ausscheidungspflichtig, Ammoniak ist giftig. Der Körper hat also viel zu tun mit der Verdauung von Eiweißen und dieser Aufwand ist für die Bereitstellung von „nur“ Energie zum Toben oder Rennen nicht gerechtfertigt.

Die landwirtschaftliche Revolution -vor allem der Anbau von Weizen- hat Menschen und Wolf gezwungen, sich an eine stärkereichere Ernährung anzupassen. Hunde haben sich daher imLaufe der Domestikation genetisch angepasst und ein Erhitzen von kohlehydratreicher Nahrung ermöglicht es dem Hund, Stärke zu verdauen. In rohem Zustand ist Stärke (z. B. aus Kartoffeln, Weizenkörnern) nicht verdaulich und führt zu Durchfall, das hat aber mit einer allergischen Reaktion nichts zu tun.

Ob der Halter eines gesunden Hundes getreidefrei füttert oder nicht, ist seine persönliche Entscheidung, aber sie sollte nicht auf falschen Argumenten beruhen.

Kartoffeln und Mais liefern übrigens auch Kohlenhydrate und werden in vielen selbstgemachten Rationen eingesetzt, obwohl stärkehaltiges Futter für den Hund als Carnivoren ungeeignet sein soll.

Gesunde Hunde können mit oder ohne kohlenhydrathaltiger Nahrung ernährt werden, bei Hunden mit einer Nieren-, Leber- oder Pankreaserkrankungen kann es sogar erforderlich sein, vermehrt Kohlenhydrate einzusetzen, weil Fette oder Eiweiße reduziert werden müssen.

Auf das in manchen Getreidesorten (nicht nur in Weizen!) vorkommende Klebereiweiß, aber auch auf die Eiweißbestandteile in Reis oder Kartoffeln sind allergische Reaktionen möglich. Einen Hund getreidefrei zu füttern, ergibt allerdings genauso wenig Sinn, wie vorsorglich nie Erdbeeren zu essen, weil man fürchtet irgendwann eine Allergie auf Erdbeeren zu entwickeln. Im Gegenteil – das Verfüttern möglichst vieler Rohmaterialien in den ersten Lebensmonaten wird zunehmend positiv diskutiert, weil der Körper bei einer allergischen Reaktion (= einer völlig überzogenen Abwehrreaktion) auf vermeintlich Fremdes reagiert. Was in den den ersten Lebensmonaten durch Futteraufnahme kennengelernt wurde, ist nicht „fremd“. 

Zwei Anmerkungen am Schluss, die nicht direkt den Hund betreffen:

  • Stärke wird für den Herstellungsprozess, das Extrudieren von Trockenfutter, gebraucht, sonst würde es keine Futterbröckchen, sondern Fleischmehl im Napf geben.
  • Getreide ist preiswerter als Fleisch, in der Herstellung von Fertignahrung und beim Selberkochen. Vor allem als Halter eines großen Hundes ist die Ernährung mit einem hochwertigen Trockenfutter eine preislich akzeptable Alternative.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, können Sie sich gerne an das Expertenteam von hund-fragen-wissen.de wenden. Jeden Montag von 18 bis 20 Uhr gibt es dort einen Live-Chat mit Experten.

Quelle: www.hund-fragen-wissen.de

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: www.petprofi.de

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Foto:©IDG/IRJGV-Hauser

Die „Rasse-Bewertung“

Welche Rolle spielt sie in der Rassehundezucht?

Die Festlegung der Rassemerkmale eines Hundes – der Rassestandard – wird von Verbänden bestimmt. Ziel unseres Verbandes ist eine vernünftige Rassehundezucht – „züchterische Raritäten/Abnormitäten“ finden keine Idealisierung!

Sie besitzen einen Rassehund, der sich prächtig entwickelt. Sie haben Spaß und Freude an Ihrem Vierbeiner. Richtig so. Haben Sie auch schon einmal eine Rassehunde-Ausstellung besucht, um Ihren Hund nach seinem Rassestandard überprüfen zu lassen?
Rassehunde-Ausstellungen sind „Schönheitsschauen“, die für den Hundefreund (und den Rassehunde-Züchter) interessant und wichtig sein können, wenn Beratung und fachliche Beurteilung damit verbunden sind.

Der Rassestandard, die Festlegung der Rassemerkmale eines Hundes, wird von Verbänden bestimmt. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass Rassehundezucht keinen „gesetzlichen“ oder „staatlichen“ Vorschriften, bzw. Anerkennungen unterliegt. Darum ist die Festlegung der jeweiligen Standards in den Verbänden erheblich unterschiedlich, ja teils widersprüchlich.

Wenn wir das Ziel einer vernünftigen Rassehundezucht nicht aus den Augen verlieren wollen und wissen, daß grundsätzlich nur die Zucht mit gesunden und wesensfesten Hunden als Richtungspunkt gelten kann, um wiederum entsprechende Nachzucht zu erhalten, muss daraus folgen, dass dem Standard gemäß als wertvoll und schön auf keinen Fall ungesunde oder „züchterische Raritäten/Abnormitäten“ (in Formen und Farben) idealisiert werden dürfen.

Ein Richter, der sich ernsthaft um den Rassehund bemüht, kann fachlich Haltung, Bewegung und Gesamterscheinung beurteilen. Größe und Gewicht wären mit Maßstab und Waage zu messen, ob sie dem „verbandseigenen“ Rassestandard entsprechen.

Aber: Nicht die Größe oder die Zierlichkeit, die Schwere oder Winzigkeit der körperlichen Maße sind entscheidend für eine objektive, rassische Beurteilung, sondern die „Ausgewogenheit“ des äußerlichen Erscheinungsbildes. Anatomie, Genetik und Rassestandard sind eng miteinander verbunden. Werden Rassebestimmungen festgelegt, ohne anatomisch-physiologische und genetische Zusammenhänge zu berücksichtigen, führt dies unausweichlich zu schweren Schäden in einer Rasse.

Besondere „Rasse- und Schönheitsmerkmale“ , wie hier der haarlose Chinese Crested Dog, mit z.B. weitgehender Nichtanlage ganzer Zahngruppen, sind nicht „interessant“ oder „schön(?)“, sondern krank! Foto:©shutterstock.com/Eric Isselee
Besondere „Rasse- und Schönheitsmerkmale“ , wie hier der haarlose Chinese Crested Dog, mit z.B. weitgehender Nichtanlage ganzer Zahngruppen, sind nicht „interessant“ oder „schön(?)“, sondern krank! Foto:©shutterstock.com/Eric Isselee
Dennoch werden für Hundemode und -verkauf nach wie vor neue Rassen kreiert, die bewusste Zucht mit Defektgenen, körperlich schwachen und auch kranken Hunden, wird in Kauf genommen, um das „Besondere“ zu erhalten. Dies gilt leider teilweise für zahn- und nasenlose Toy- und „Pet-Rassen“ mit Atemnot und Schluckbeschwerden, für „Harlekins“ und „Tiger“ und die vielen Fehlfarben, mit dem Resultat, blinder und taub geborener Welpen.

Rassehundezucht kann zur Tierquälerei werden und zum wirklich üblen Geschäft mit dem Hundeleben. Umso mehr sind Zucht- und Ausstellungsrichter gefordert, die in ihrer Beurteilung und Bewertung des Rassehundes zu entscheiden haben.
Um einen Rassestandard zu verbessern, die Zucht gesunder, widerstandsfähiger, in Form und Wesen gefestigter Hunde in den Vordergrund zu stellen, dürfen Standards nicht von Vereinsinteressen bestimmt werden.

Doch was ist „schön“ beim Hund, wie werden die „schönsten der Schönen“ gekürt, bzw. unterschieden - wenn es für den Besitzer doch keinen anderen Hund gibt, der dem Vergleich mit dem eigenen Vierbeiner standhält?

Lesen Sie dazu auch unsere Infos zum Schönheitswettbewerb und der Bewertungskriterien.

 

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Foto:©Romain Behar/Wikimedia Commons

Zucker? Nein Danke!

Welche Rolle spielt Zucker in Hundefutter und für Diabetes bei Hunden?

0,5% zugefügter Zucker im Gesamtprodukt ist nicht die Ursache von Karies oder Diabetes bei Hunden oder der Grund für „dicke Hunde“.

0,5% zugefügter Zucker im Gesamtprodukt ist nicht die Ursache von Karies oder Diabetes bei Hunden oder der Grund für „dicke Hunde“. 

Fakten über Zucker (Saccharose):

Auf einen Blick - Zucker im Hundefutter:

  • Ein Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Diabetes mellitus bzw. Karies bei Hunden kann nicht nachgewiesen werden. Karies kommt im Unterschied zu Parodontitis bei Hunden extrem selten vor.
  • Die erforderliche Energie für wichtige Vorgänge im Organismus wird in Form von Glukose über die Blutbahn transportiert, zu den Organen gebracht und ihnen dort zur Verfügung.
  • Die in Alleinnahrungsmitteln für Heimtiere verwendete Menge (unter 0,5 %) zugefügten Zuckers würden auch bei Menschen keine Diabetes oder Karies hervorrufen.
  • Zucker im Hundefutter hat vor allem eine farbgebende Funktion für den Halter und ist kein Grund für Übergewicht bei Hunden. Hunde interessieren sich eher für Fett als für Kohlenhydrate.

Die Grundlage: Was ist Zucker eigentlich?

Saccharose (auch Haushaltszucker genannt) ist ein Zweifachzucker und besteht aus den Einfachzuckern Glucose + Fructose (siehe Tabelle). Saccharose wird durch Photosynthese in Pflanzen gebildet. 

Zucker - eine leere Kalorie?

Glucose, die einfachste Form von Zucker, ist für Säugetiere ein lebensnotwendiger Nährstoff.

Die erforderliche Energie für wichtige Vorgänge im Organismus wird in Form von Glukose über die Blutbahn transportiert, zu den Organen gebracht und ihnen dort zur Verfügung gestellt. Täglich setzt der Organismus eines Erwachsenen mindestens 180 g Glucose um. Interessant ist, dass unser Gehirn (nicht das größte, sicher aber eines der wichtigsten Organe im menschlichen Körper) den höchsten Anteil der mit der Nahrung aufgenommenen Menge an Kohlenhydrate (angegeben werden ca. 140 g Glukose täglich) benötigt.

Ein Leben ohne Glukose wäre nicht möglich.

Saccharide sind schnell verfügbare Energie und in der Tat „Nervennahrung“.

Sportlern wird oft empfohlen, Traubenzucker vor dem Wettkampf zu sich zu nehmen, denn dadurch steht die Glukose dem Körper schnell zur Verfügung. Bei einem Glukosemangel greift der Organismus auf seine Vorräte zurück, und wenn diese verbraucht sind, läuft die Lipolyse an, bei der Muskulatur und Herz Fettsäuren verstoffwechseln. Das Gehirn benötigt weiterhin Glukose, die dann aus Aminosäuren (Eiweißen) gebildet wird. Die Folgen sind Verluste von Muskel- und Fettgewebe und ein ständiger Erregungszustand der Nerven, was auf lange Sicht zu ihrer Zerstörung führen kann. 

Die Menge macht’s - auch bei Zucker

Ein Zuviel des Süßen ist genauso problematisch wie zu wenig. Heutzutage nimmt der Mensch Glukose zunehmend in Reinform auf. Dieser Fakt und die steigende Verfügbarkeit in der täglichen Ernährung werden zunehmend kritisch gesehen. Daher werden Empfehlungen ausgesprochen, wie hoch der Zuckeranteil der menschlichen Ernährung sein sollte.

„Bitte, bitte Frauchen, ich will noch ein Leckerchen”... Jeder Hundehalter kennt doch diese Situation. Und dann ist ein Zuviel der täglich empfohlenen Kalorien schnell erreicht. Foto:©Ed Yourdon/Flickr/Wikimedia Commons
„Bitte, bitte Frauchen, ich will noch ein Leckerchen”... Jeder Hundehalter kennt doch diese Situation. Und dann ist ein Zuviel der täglich empfohlenen Kalorien schnell erreicht. Foto:©Ed Yourdon/Flickr/Wikimedia Commons
Brauchen Hunde denn auch Zucker?

In Reinform und in großen Mengen brauchen Hunde keinen Zucker. Kohlenhydrate dienen allerdings der Energiegewinnung und liefern Ballaststoffe. Tatsächlich fällt aber auch beim Selberkochen „Zucker“ an, und zwar in Form von Glucose (aus dem Fleisch stammend) oder Stärke (aus den pflanzlichen Rohmaterialien).

  • Hunde verfügen in ihrem Speichel nicht über Amylase (einem stärkespaltenden Enzym. Das brauchen sie auch nicht, denn die meisten Hunde kauen ihr Fressen nicht, sondern schlucken größere Stücke hinunter. Das ist zwar nicht das, was wir unter „guten Tischmanieren“ verstehen, befähigt sie als Jäger im Rudelverband aber dazu, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel z.B. von einem größeren Beutetier zu fressen.
  • Hunde bevorzugen Nahrung, die zu 60% Energie (also Kilokalorien) aus Fett, zu 30% aus Protein (Eiweiß) und nur zu 10% aus Kohlenhydraten bezieht.
  • Kohlenhydrate sind für Hunde nicht essentiell (lebensnotwendig), sie bieten aber für die Verdauung wichtige Ballaststoffe.
  • Im Herstellungsprozess werden Saccharide aufgeschlossen und stehen als leichtverdauliche Energie dem Hund zur Verfügung.

Zucker oder Kohlenhydrate in der Nahrung sind in der Tat nicht lebensnotwendig für Hunde - die Glucose im Blut für die Versorgung des Gehirns allerdings schon. Wenn Hunde keine Saccharide aufnehmen können, dann werden sogar körpereigene Proteine und Fette in Glucose umgebaut, damit sie dem Ablauf der biochemischen Reaktionen des Gehirns zur Verfügung steht.

Ein Snack zwischendurch - dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Nur bedenken Sie immer: die Gesamtmenge machts. Foto:©Rebecca Paliwoda/Wikimedia Commons
Ein Snack zwischendurch - dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Nur bedenken Sie immer: die Gesamtmenge machts. Foto:©Rebecca Paliwoda/Wikimedia Commons
Schadet Hunden die Aufnahme von Zucker?

Wenn Zucker überhaupt ein Bestandteil der Rezeptur eines Alleinfuttermittels ist, dann liegt der Gehalt unter 0,5% und ist nicht verantwortlich für z. B. Diabetes, Karies oder Übergewicht bei Hunden!

Die Abneigung von Zucker in Heimtiernahrung wird oft mit der Entstehung von Karies bei Kleinkindern durch gezuckerte Fruchtsäfte begründet. Die Aufnahme von Zucker durch Fertignahrung bei Hunden ist deutlich geringer, als vermutet und nachgewiesenermaßen nicht für die Zuckerkrankheit oder Karies bei Hunden verantwortlich.

Im Unterschied zum Menschen kann man bei weniger als 5% aller Hunde Karies feststellen.

Stattdessen heißt das tatsächliche Problem in der Maulhöhle „Parodontitis“ (Erkrankungen des Zahnhalteapparates) und betrifft vier von fünf Hunden, die älter als zwei Jahre alt sind.

Die Speichelzusammensetzung und die Zahnstruktur von Hunden und Menschen sind sehr verschieden, deshalb können die karieserzeugenden Bakterien in der Maulhöhle von Hunden kaum Schaden anrichten. (Quelle: Karies bei Hunden/Caries in dogs: J. Dental Res 1965, 44, 1354, jdr.sagepub.com, caries in pets: avds-online.org/info/cavities.html). 

Auch Diabetes mellitus steht bei Hunden im Zusammenhang mit Alter und Übergewicht - und nicht mit Zucker. (Quelle: Rand et al (2004) Canine and feline diabetes mellitus: nature or nurture? J Nut r. 2004; 134:2072S–2080S). 

Übergewicht dagegen, hervorgerufen durch zu viele Kilokalorien (egal ob aus Fetten, Kohlenhydraten und Eiweiß), schädigt tatsächlich eine große Anzahl von Menschen und Hunden.

Bei manchen Hundesnacks liegt der Zuckergehalt allerdings deutlich höher (um 10%) und erfüllt hier ähnliche Aufgaben, wie in der Herstellung von Marmelade, nämlich Konsistenz und Haltbarkeit positiv zu beeinflussen.

Wer seinem Hund besonders viele Snacks zwischen den Mahlzeiten gibt, wird bei ihm bald Übergewicht feststellen, da sind sich Hunde und Menschen dann doch sehr ähnlich. Neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung ist auch ab und zu ein Snack erlaubt. Bitte die Fütterungsempfehlung auf den Snacks beachten und die Kilokalorien durch die Leckerlis von der Gesamtmenge abziehen. Faustregel: nicht mehr als 10% der Kilokalorien pro Tag über Snacks abdecken.

Zucker beeinflußt die Konsistenz und Haltbarkeit eines Produktes. Zudem unterstützt er eine positive Farbgebung eines Lebens- oder Futtermittels. Foto:©www.haushaltstipps.net/pixelio.de
Zucker beeinflußt die Konsistenz und Haltbarkeit eines Produktes. Zudem unterstützt er eine positive Farbgebung eines Lebens- oder Futtermittels. Foto:©www.haushaltstipps.net/pixelio.de
Warum verwenden Tiernahrungshersteller Zucker im Hundefutter? 

Hobbyköche wissen: Gekochtes Fleisch ist nun mal grau – Zuckercouleur hilft z.B. Bratensoße, Wurst, aber auch manche Sorten Hundefutter ansprechend „einzufärben“. Denn: Das Auge von Frauchen und Herrchen isst mit!

In Produkten mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt reduziert er die Aktivität des „freien Wassers“ und verhindert so mikrobielles Wachstum. Ähnlich wie in der Marmeladenherstellung beeinflusst Zucker die Konsistenz und Haltbarkeit eines Produktes positiv. Zucker unterstützt in einer sogenannten „nicht enzymatischen Bräunungsreaktion“ (Maillard Reaktion) und als Zuckercouleur die Farbgebung eines Produktes und bietet damit eine Alternative zu künstlichen Farbstoffen. Im Grunde müssen bei der Herstellung von Tiernahrung die Erwartungen des Käufers und des Konsumenten zufrieden gestellt werden. 

Wird Zucker deklariert?

Die im finalen Produkt analysierten Werte hängen natürlich von den Rohmaterialien ab. Analysiert man Produkte mit Getreideanteilen wird immer Zucker (aus der Stärke stammend) gefunden. Daher können sich Aussage zur Zuckerfreiheit auch nur auf den zugesetzten Zucker beziehen. 

Wo ist Zuckercouleur/Zuckerkulör auf dem Etikett ausgewiesen?

Ob einem Produkt Zucker zugesetzt wurde oder nicht, findet der Verbraucher unter der Rubrik Zusammensetzung. Zuckercouleur wird im Bereich der Tiernahrung als Zusatzstoff (technischer Hilfsstoff) klassifiziert und gehört in die Gruppe der Farbstoffe. Fazit: 0,5% Zucker im Hundefutter ist also nicht der Grund für Übergewicht, Diabetes und Karies bei Hunden! 

Was fordert der Gesetzgeber?

Es gibt insgesamt vier verschiedene Zuckercouleure, davon wird einer nicht mehr als Zusatzstoff (E150a) eingestuft, da es sich lediglich um einfachen gebrannten Zucker handelt. Die anderen (E150b, E150c und E150d) werden nach wie vor als Zusatzstoffe aufgeführt. Weil sie jedoch als sehr sicher gelten und keine rechtliche Einschränkung des Maximalgehalts erforderlich ist, sind die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten angepasst worden, so dass diese drei Zusatzstoffe auf Tiernahrungsprodukten nicht mehr deklariert werden.

Quelle: www.hund-fragen-wissen.de

Veröffentlichung mit freundlicher Unterstützung von: www.petprofi.de

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Foto:©Fourrure/Flickr/wikimedia commons

Ernährungsphysiologische Besonderheiten von Welpen

Kolostrum und Muttermilch

Welpen sind süß und jeder freut sich über sie. Doch fragen sich auch, wie gehe ich auf die Bedürfnisse dieser kleinen Racker richtig ein? Und warum haben sie überhaupt besondere Bedürfnisse?

Welpen sind süß und jeder freut sich über sie. Doch fragen sich auch, wie gehe ich auf die Bedürfnisse dieser kleinen Racker richtig ein? Und warum haben sie überhaupt besondere Bedürfnisse? 

Kolostrum

Eine wichtige Rolle gleich nach der Geburt spielt das Kolostrum. Das Kolostrum ist die erste Milch, die von der Hundemutter nach der Geburt gebildet wird. Diese Milch enthält nicht nur Energie und andere Nährstoffe, sie gewährleistet vor allem eine ausreichende Versorgung der Welpen mit Antikörpern (= Immunglobulinen). Diese Immunglobuline bestehen aus Proteinen (= Eiweißen) und sind essentiell in der Abwehr von Krankheiten. Den Vorgang dieser über das Kolostrum vermittelten Abwehr nennt man auch „passive Immunisierung“.

Was passiert hierbei genau? Die Antikörper der Mutter gehen in deren Milch über. Trinkt der Welpe das Kolostrum wandern die Antikörper also über das Maul und die Speiseröhre in den Magen und anschließend in den Darm des Welpen. Bei einem erwachsenen Hund würde im Magen-Darm-Trakt nun die Zersetzung der Antikörper, die aus Proteinen, also Eiweißen, bestehen, beginnen. Der Welpe hat jedoch zweierlei Besonderheiten. Zum einen fängt der Magen erst etwa ab dem 18. Lebenstag an Salzsäure zu bilden. Das Vorhandensein der Salzsäure ist jedoch die Voraussetzung für den beginnenden Abbau der Proteine. Beim Welpen können die Antikörper daher ungehindert vom Magen in den Darm gelangen. Hier kommt die zweite Besonderheit zum Tragen. In den ersten 24 Stunden nach der Geburt besteht eine Durchlässigkeit des Darms. Damit ist gemeint, dass noch soviel Platz zwischen den Darmzellen ist, dass große Moleküle, wie die Antikörper, durchschlüpfen können. Die Antikörper können dadurch, ohne aktiv in die Darmzelle aufgenommen zu werden, in das Blut gelangen (siehe Tabelle). Normalerweise wäre die Voraussetzung für die Aufnahme von Proteinen ein Vorverdau (mithilfe von Salzsäure) im Magen und anschließend eine weitere Spaltung im Darm in kleinere Bestandteile, die Aminosäuren, Di- und Tripeptide. Diese können dann wiederum über Transporter in die Darmzelle transportiert werden. Dort werden sie erneut umgebaut oder direkt ins Blut transportiert. Beim Welpen ist es den Antikörpern also möglich unverdaut in das Blut überzugehen, um dort direkt für die Immunabwehr bereit zu stehen.

Es ist allerdings notwendig, dass die Welpen das Kolostrum innerhalb der ersten 12 bis 24 Stunden nach der Geburt bekommen. Nach diesem Zeitraum schließt sich der Darm und der Übergang der Antikörper in das Blut ist dann nicht mehr möglich. Mit „Schließen“ ist hier nicht der Darm an sich gemeint, sondern der feste Zusammenschluss zwischen den Zellen, sprich die Lücken zwischen den Zellen werden geschlossen. Ist der Welpe jedoch optimal mit Antikörpern über das Kolostrum versorgt, ist er für ein bis zwei Monate vor Infektionen geschützt.

Das ist auch der Grund warum Impfungen erst am Ende dieses Zeitfensters oder danach durchgeführt werden.

Andere ernährungsphysiologische Besonderheiten -
Anpassung an die Muttermilch

Auch die Muttermilch ist besonders gut an die Bedürfnisse des Welpen angepasst. Sie enthält das Kohlenhydrat Laktose (=Milchzucker). Der Welpe ist in sofern gut an die Muttermilch adaptiert, als dass er das Enzym Laktase in den ersten Wochen im Darm vorliegen hat. Mithilfe dieses Enzyms ist es ihm möglich die Laktose abzubauen und so den Darmzellen verfügbar zu machen. Die Bausteine aus denen Laktose zusammengesetzt ist (Glucose und Galaktose) können dann in die Darmzellen aufgenommen werden und stehen dem Organismus anschließend zur Verfügung. Mit dem Älterwerden des Welpen nimmt die Laktase im Darm jedoch ab. Wird dem Welpen nun Milch verfüttert, sei es die Muttermilch der Hündin oder einen andere Milch, beispielsweise Kuhmilch, so verträgt der Welpe diese nicht mehr und bekommt Durchfall (siehe nabenstehende Tabelle). Deswegen sollte man auch erwachsenen Hunden keine Milch verfüttern. Der Welpe jedoch weiß ganz gut was er verträgt und fängt nach drei bis vier Wochen an die Milchmenge zu verringern und bereitgestelltes Beifutter in seine Nahrungsaufnahme zu integrieren.

Sind sie nicht süß? Und damit es so bleibt, sollten wir auf ire Bedürfnisse eingehen. Foto:©fourlingual/flickr/wikimedia commons
Sind sie nicht süß? Und damit es so bleibt, sollten wir auf ire Bedürfnisse eingehen. Foto:©fourlingual/flickr/wikimedia commons
Eine weitere Anpassung entsteht durch das Vorhandensein des Kolostrum und Muttermilch, welche zu Beginn des Fettverdaus notwendig ist. Beim erwachsenen Hund kommt die Lipase erst in Darm vor. Da Muttermilch viel Fett enthält (10 %) ist es wichtig diese dem Welpen in größtmöglichem Umfang zur Verfügung zu stellen. Das Fett in der Muttermilch ist nämlich sehr wichtig, da der Welpe den größten Teil (bis zu 50 %) der Energie aus dem Milchfett beziehen kann. Daher hat der Welpen zusätzlich zur Lipase im Darm auch schon eine Lipase im Magen vorliegen. Das ermöglicht eine optimal Nutzung des Fettes in der Muttermilch. Wie bei der Laktase nimmt die Magenlipase nach den ersten Wochen ab, da der Welpe, wie oben erwähnt, mit der Zeit weniger Milch und mehr Beifutter zu sich nimmt und daher die Lipase auch nicht mehr benötigt wird.

Autorin: Anna Kynast, erweitertes PetProfiâ„¢ Team 
Quelle: www.petprofi.de

Literatur:
Case LP, Carey DP, Hirakawa DA, Daristotle L. Canine and Feline Nutrition – A Resource for Companion Animal Professionals. Second Edition. Mosby Inc. Missouri 2000 

Dillitzer N. Ernährungsberatung in der Kleintierpraxis, Elsevier GmbH, München, 2009
  
Meyer H, Zentek J. Ernährung des Hundes – Grundlagen, Fütterung, Diätetik. 6., vollständig überarbeitete Auflage, Blackwell Wissenschafts-Verlag Berlin, 2010

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Foto©shutterstock.com/alexei_tm

Wir brauchen Ihre Hilfe!

Zum Erhalt des Hundesplatzes in Hagen

Die Landesgruppe Westfalen möchte den Platz in Hagen wieder mit Leben erfüllen und Hundeausbildung und Aktivitäten rund um den Hund, darauf anbieten. Dazu brauchen wir aber auch Ihre Hilfe!

Die Landesgruppe Westfalen möchte den Platz in Hagen wieder mit Leben erfüllen und Hundeausbildung und Aktivitäten rund um den Hund, darauf anbieten.

Dazu brauchen wir aber auch Ihre Hilfe! 

Haben Sie vielleicht Lust uns beim Wiederaufbau zu unterstützen, ganz egal ob „nur“ als Helfer bei der Platzerneuerung, als „Küchenfee“ oder auch als Ausbilder/Trainer oder als BGVP-/Agility-Richter/in. Wir sind für jede Unterstützung sehr dankbar.

Bitte helfen Sie uns, diesen Platz wieder in Stand zu setzen, um diesen wirklich tollen Hundeübungsplatz erhalten zu können. 

Melden Sie sich einfach bei Martina Lutz, Tel.: 0171/6749418 oder Mail: m1.lutz@t-online.de

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Foto©IVH

Steuern sparen dank Hund

Selbst für Steuerspar-Experten nicht immer bekannt: Einige spezielle Dienstleistungen rund um den Hund sind steuerlich absetzbar. Dabei muss der Vierbeiner nicht einmal beruflich eingesetzt werden; auch bei Ausgaben für Hunde in Privathaushalten sind steuerliche Ersparnisse möglich. Diese Tipps sollten Hundehalter bei der nächsten Steuererklärung beachten.

Selbst für Steuerspar-Experten nicht immer bekannt: Einige spezielle Dienstleistungen rund um den Hund sind steuerlich absetzbar. Dabei muss der Vierbeiner nicht einmal beruflich eingesetzt werden; auch bei Ausgaben für Hunde in Privathaushalten sind steuerliche Ersparnisse möglich. Diese Tipps sollten Hundehalter bei der nächsten Steuererklärung beachten.

Bei Abgabe der Steuererklärung können auch einige Ausgaben für den Vierbeiner steuerlich abgesetzt werden. „Möchte ich die Kosten für meinen Hund steuerlich geltend machen, gilt es zunächst zu unterscheiden, ob das Tier beruflich eingesetzt wird oder rein privat das Leben bereichert“, erklärt Ralf Thesing, Vizepräsident beim Bund der Steuerzahler Deutschland. Während bei Diensthunden fast alle Kosten, die mit der Haltung verbunden sind, abgesetzt werden können, gibt es bei der privaten Hundehaltung einige Ausnahmen zu beachten.

Der Hund im Privathaushalt:

Betreuungskosten und Gassi-Service steuerlich absetzen

„Ausgaben für Hunde, die zu rein privaten Zwecken gehalten werden, sind erst einmal grundsätzlich nicht absetzbar“, berichtet Thesing. Jedoch können beispielsweise die Kosten für die Hundehaftplicht in der Steuererklärung eingetragen werden. Allerdings nur im Zusammenhang mit den übrigen Vorsorgeaufwendungen innerhalb der geltenden Höchstbeträge. „In den meisten Fällen wirkt sich das dann steuerlich nicht mehr aus, da der Steuerzahler etwa mit Krankenversicherungsbeiträgen diese Grenze schon vollständig ausgeschöpft hat“, so Thesing.

Noch ein Tipp für alle Hundehalter: Wenn Tätigkeiten rund um den Hund im Haushalt oder im Zusammenhang mit dem Haushalt erbracht werden, fallen diese unter die haushaltsnahen Dienstleistungen und können entsprechend steuerlich geltend gemacht werden. Hierzu gehören zum Beispiel Ausgaben für Tiersitter und -trainer. „Sobald die Person, welche den Vierbeiner etwa trainiert, frisiert oder betreut, zu mir nach Hause kommt, kann ich hierfür 20 Prozent der Kosten, maximal von 4.000 Euro pro Jahr, von der Steuer absetzen“, so Thesing. „Die Unterbringung des Vierbeiners in einer Pension gehört allerdings nicht dazu."

Eine weitere Ausnahme in Verbindung mit dem Haushalt stellen Gassirunden mit dem Vierbeiner dar. Holt der Tiersitter den Hund von der Haustür ab und bringt ihn anschließend wieder dorthin zurück, fallen auch diese Ausgaben unter die haushaltsnahen Dienstleistungen, selbst wenn er das Grundstück verlässt (BFH, Urteil vom 25.09.2017 – VI B 25/17).

Nachweise aufbewahren: Um die Kosten später in der Steuererklärung angeben zu können, müssen für die Tätigkeiten Rechnungen ausgestellt und die Beträge dann per Überweisung beglichen werden. „Eine Barzahlung, auch gegen Quittung, reicht nicht aus“, betont der Steuerexperte.

Der Hund ist beruflich im Einsatz?

Fast alle Kosten können abgesetzt werden

„Wenn der Hund beruflich oder dienstlich eingesetzt wird -etwa als Therapie-, Assistenz- oder Rettungshund- sind fast alle anfallenden Ausgaben für das Tier steuerlich absetzbar“, so Thesing. Hierzu zählen mitunter Kosten für die Pflege des Hundes sowie für den Tierarzt, für Futter oder Versicherungen. Diese Zahlungen fallen entweder unter die Betriebsausgaben (bei Selbstständigen) oder unter die Werbungskosten (bei Angestellten). „Erhalte ich vom Arbeitgeber Zuschüsse für den Einsatz des Tieres, muss ich diese entsprechend in der Steuererklärung angeben und den anfallenden Kosten entgegensetzen“, erklärt Thesing. Beim Kauf von Zubehör für den Hund, wie eine Leine oder ein Halsband, empfiehlt der Experte darauf zu achten, entsprechende Nachweise mit einzureichen, welche den betrieblichen Bezug der Kosten nachweisen.

„Hunde, die für ehrenamtliche Tätigkeiten eingesetzt werden,etwa für Besuche in Seniorenheimen, fallen unter die private Hundehaltung, da in diesem Fall die offizielle Erwerbstätigkeit fehlt und das Tier nicht mit einer Einkunftsquelle in Zusammenhang steht“, so Thesing. In dem Fall können also keine Kosten geltend gemacht werden. Bei weiteren Fragen empfiehlt derExperte, sich zum Beispiel an Lohnsteuerhilfevereine oder Steuerberater zu wenden, die nähere Auskünfte erteilen können.

Quelle: IVH

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