int. Dackel-club gergweis e.V. int. rasse-jagd-gebrauchshunde-verband e.V.
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Agility-Cup-Turnier
Region Nord
20.06.2026 15:00 Uhr - 21.06.2026 16:00 Uhr
Lustiges Hunderennen
50-Meter-Hunderennen + Fotoshooting + pfiffiges Hunderennen
21.06.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
28.06.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier & NRW-Meisterschaft
Region West
11.07.2026 08:00 Uhr - 12.07.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
25.07.2026 16:00 Uhr - 26.07.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier (Doppelturnier)
Region Mitte
08.08.2026 14:00 Uhr - 09.08.2026 15:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
16.08.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
22.08.2026 17:00 Uhr - 23.08.2026 16:00 Uhr
Sommerfest
mit lustigem Hunderennen + Hundeolympiade + Fotoshooting
23.08.2026 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Nordsee-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
29.08.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
29.08.2026 16:00 Uhr - 30.08.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region West
05.09.2026 15:00 Uhr - 06.09.2026 16:00 Uhr
Agility-Cup-Turnier
Region Nord
06.09.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Grenzland-Siegerschau Niederlande - mit Vergabe des „Auslands-CACIB“
- für alle Rassehunde -
13.09.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
Agility-Richter- & LG-Beauftragten Arbeitskreis-Tagung
03.10.2026 11:30 Uhr - 15:00 Uhr
Deutsche Agility Meisterschaft
04.10.2026 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
IRJGV-Euregio-Siegerschau - mit Vergabe des „Auslands-CACIB"
- für alle Rassehunde -
18.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr
IRJGV-Südwestdeutschland-Siegerschau
- für alle Rassehunde & "Tag des Hundes" für alle Mischlingshunde -
25.10.2026 10:00 Uhr - 15:00 Uhr

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Hundetraining und Pflege: Alles für Ihren Hund

Im IDG e.V. & IRJGV e.V. dreht sich alles um Hundetraining, Pflege und Vereinsaktivitäten. Erfahren Sie, wie Sie mit den richtigen Tipps das Leben mit Ihrem Hund harmonisch und artgerecht gestalten können.

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Klare Regeln für Kind und Hund:

Mein Spielzeug – Dein Spielzeug

Bei bereits bestehenden Kind-Hund-Gespannen gilt: Das Spielzeug des anderen ist tabu! Und das müssen auch beide Parteien lernen. „Der Hund muss zuverlässig das Aus-Kommando beherrschen. Bedient er sich doch einmal am Spielzeug des Kindes, muss er es wieder abgeben oder beispielsweise gegen ein Leckerli tauschen“, so Winkler.

Achtung, hier wird nicht geteilt!

Bei bereits bestehenden Kind-Hund-Gespannen gilt: Das Spielzeug des anderen ist tabu! Und das müssen auch beide Parteien lernen. „Der Hund muss zuverlässig das Aus-Kommando beherrschen. Bedient er sich doch einmal am Spielzeug des Kindes, muss er es wieder abgeben oder beispielsweise gegen ein Leckerli tauschen“, so Winkler. Aber das Kind muss ebenfalls früh lernen, dass der Hund eigene Sachen besitzt. „Hierzu kann z.B. eine “Hundeecke” in der Wohnung sinnvoll sein, in der der Hund seinen Rückzugsort mit Körbchen und Spielzeug hat.“ Diese Abgrenzung hilft auch dem Kind zu verstehen, dass der Ort und die Gegenstände des Hundes tabu sind.

Hat der Hund besondere Hobbies, wie beispielsweise Apportieren oder Ball spielen, sollten Hundehalter das Spielzeug auch nur anbieten, wenn sie mit ihrem Vierbeiner gerade aktiv spielen wollen. So ist es für den Hund viel interessanter, als wenn es dauerhaft verfügbar ist. Mit Ende des Spiels, wird auch das Spielzeug wieder außer Sichtweite gelegt. Damit ist das Lieblingsteil des Hundes auch vor dem Kind, geschützt. 

Eltern als Streitschlichter zwischen Kind und Hund

Grundsätzlich gilt: Haben Hundefreunde bereits ein Baby oder Kleinkind und möchten sich einen Vierbeiner anschaffen, müssen sie wissen, dass vor allem Junghunde mit Vorliebe an Gegenständen wie Spielzeug knabbern. „Gerade in der Phase des Zahnwechsels, wenn die Tiere ihre Milchzähne verlieren, ist die Verlockung enorm, sich beispielsweise an Kinderspielzeug zu bedienen und darauf zu kauen“, sagt Winkler.

Wenn zu diesem Zeitpunkt ein erwachsener Hund einziehen soll, gibt die Expertin Folgendes mit auf den Weg: „Bei einem älteren Hund ist immer schlecht zu beurteilen, ob er eventuell Ressourcen verteidigt. Dazu gehören für einen Hund vor allem Futter, aber auch Spielzeug.“

Und egal ob Hund oder Kind sich unerlaubt am Spielzeug des anderen bedienen, es gilt ausnahmslos: „Die Eltern sind die Streitschlichter und in der Verantwortung, diese Situationen zu klären.“

Quelle: IVH 

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Foto©shutterstock.com/Sarawut sriphakdee

Wenn der Hund Kot frisst

3 Tipps, die helfen können

Wenn Ihr Hund Kot frisst ist das nicht nur sehr unangenehm, Ihr Hund kann durch die Aufnahme verschiedener Krankheitserreger oder Parasiten wie Spulwürmern, Giardien oder Salmonellen auch erkranken. Zudem können Hunde so zu einer Infektionsquelle für ihre Umgebung werden. Für bestimmte Hunderassen kann Kotfressen unter Umständen sogar zu schweren Erkrankungen führen. Erfahren Sie hier, worauf in solchen Fällen zu achten ist.

Wenn Ihr Hund Kot frisst ist das nicht nur sehr unangenehm, Ihr Hund kann durch die Aufnahme verschiedener Krankheitserreger oder Parasiten wie Spulwürmern, Giardien oder Salmonellen auch erkranken. Zudem können Hunde so zu einer Infektionsquelle für ihre Umgebung werden. Für bestimmte Hunderassen kann Kotfressen unter Umständen sogar zu schweren Erkrankungen führen. Erfahren Sie hier, worauf in solchen Fällen zu achten ist.

„Kotfressen geht nicht nur mit einer erhöhten Infektionsgefahr für den Hund einher, sondern ist auch ein hygienisches Problem für den Umgang mit dem Hund und kann in bestimmten Situationen sogar zu schwerwiegenden akuten Erkrankungen führen, so dass dem Hund dieses Verhalten dringend abgewöhnt werden sollte. Gefährlich werden kann die Aufnahme von Pferdekot, wenn nämlich die betreffenden Pferde zuvor mit makrozyklischen Lactonen (in bestimmten Wurmkuren) behandelt wurden. Insbesondere für Hunde mit MDR1-Gendefekt – dieser Defekt tritt bei bestimmten Hunderassen wie Collies, Shelties, Australien Shepherd oder Deutscher Schäferhund auf und führt zu einer Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneimitteln“, rät der Veterinärparasitologe Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna, Vorsitzender der Expertenorganisation ESCCAP Deutschland und Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der Freien Universität Berlin. Worauf Sie sonst noch achten und was Sie tun sollten, wenn Ihr Hund Kot frisst, erfahren hier: 

1. Zum Tierarzt gehen und auf Hygiene achten

Koprophagie, wie Kotfressen wissenschaftlich genannt wird, kann auch körperliche Ursachen haben, wie beispielsweise eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Dies kann nur Ihr Tierarzt feststellen. Aber auch wenn keine körperliche Ursache vorliegt, ist ein Besuch beim Tierarzt notwendig, da er zudem einen Befall mit Parasiten ausschließen oder behandeln sollte, beispielsweise mittels einer Kotprobenuntersuchung oder Entwurmungsbehandlung.

Zudem ist es wichtig bei Koprophagie auf eine konsequente Hund- und Handhygiene zu achten. „Sie können selbst bereits einiges für Ihren Hund tun“, erklärt der Experte. „Grundsätzlich ist es hilfreich, für eine ausreichende Hygiene zu sorgen und Hundehaufen umgehend zu entfernen. Durch Anleinen hindern Sie Ihren Hund am Stöbern und ein Maulkorb unterbindet in dieser Phase das Kotfressen.“ 

2. Verhaltenstherapeutische Maßnahmen

Liegen keine körperlichen Ursachen zugrunde, dann sind verhaltenstherapeutische Maßnahmen durch einen erfahrenen Hundetrainer unter Umständen sinnvoll. Hier rät Veterinärparasitologe von Samson-Himmelstjerna, stressige Situationen für den Hund zu vermeiden und insbesondere für ausreichend Beschäftigung zu sorgen. Sein Tipp: „Lassen Sie Ihren Hund beim Gassi-Gehen beispielsweise den Futterbeutel tragen.“ 

3. Finger weg von alternativen Mitteln gegen Kotfressen

Vorsicht bei der Anwendung von im Internet angepriesenen Hausmitteln wie Heilerde, Hefe oder Pfeffer. Die Anwendung von solchen Hausmitteln ist wissenschaftlich nicht untersucht, weshalb weder ein Nutzen nachgewiesen noch eine Unschädlichkeit für Ihren Hund ausgeschlossen werden kann – so Prof. von Samson-Himmelstjerna. Als gute Akuthilfe gegen Kotreste im Schnauzenbereich stellt das Fressen eines ganzen Apfels dar, da so auch die Zahnzwischenräume gesäubert werden können. 

Viele weitere Informationen und hilfreiche Tipps rund um das Thema Parasiten sowie die Anmeldung zum ESCCAP-Newsletter finden Sie online auf: 
www.esccap.de und www.hund-katze-wuermer.de 

Tipps, wenn Ihr Hund Kot frisst:

  • Sorgen Sie für eine stressfreie, liebevolle und saubere Umgebung für Ihren Hund -
  • Klären Sie mögliche körperliche Ursachen beim Tierarzt ab
  • Stellen Sie insbesondere bei Hunden mit MDR1-Gendefekt sicher, dass kein Pferdekot aufgenommen wird 

Quelle: ESCCAP/vetproduction GmbH 

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Foto:©Romain Behar/Wikimedia Commons

Zucker? Nein Danke!

Welche Rolle spielt Zucker in Hundefutter und für Diabetes bei Hunden?

0,5% zugefügter Zucker im Gesamtprodukt ist nicht die Ursache von Karies oder Diabetes bei Hunden oder der Grund für „dicke Hunde“.

0,5% zugefügter Zucker im Gesamtprodukt ist nicht die Ursache von Karies oder Diabetes bei Hunden oder der Grund für „dicke Hunde“. 

Fakten über Zucker (Saccharose):

Auf einen Blick - Zucker im Hundefutter:

  • Ein Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Diabetes mellitus bzw. Karies bei Hunden kann nicht nachgewiesen werden. Karies kommt im Unterschied zu Parodontitis bei Hunden extrem selten vor.
  • Die erforderliche Energie für wichtige Vorgänge im Organismus wird in Form von Glukose über die Blutbahn transportiert, zu den Organen gebracht und ihnen dort zur Verfügung.
  • Die in Alleinnahrungsmitteln für Heimtiere verwendete Menge (unter 0,5 %) zugefügten Zuckers würden auch bei Menschen keine Diabetes oder Karies hervorrufen.
  • Zucker im Hundefutter hat vor allem eine farbgebende Funktion für den Halter und ist kein Grund für Übergewicht bei Hunden. Hunde interessieren sich eher für Fett als für Kohlenhydrate.

Die Grundlage: Was ist Zucker eigentlich?

Saccharose (auch Haushaltszucker genannt) ist ein Zweifachzucker und besteht aus den Einfachzuckern Glucose + Fructose (siehe Tabelle). Saccharose wird durch Photosynthese in Pflanzen gebildet. 

Zucker - eine leere Kalorie?

Glucose, die einfachste Form von Zucker, ist für Säugetiere ein lebensnotwendiger Nährstoff.

Die erforderliche Energie für wichtige Vorgänge im Organismus wird in Form von Glukose über die Blutbahn transportiert, zu den Organen gebracht und ihnen dort zur Verfügung gestellt. Täglich setzt der Organismus eines Erwachsenen mindestens 180 g Glucose um. Interessant ist, dass unser Gehirn (nicht das größte, sicher aber eines der wichtigsten Organe im menschlichen Körper) den höchsten Anteil der mit der Nahrung aufgenommenen Menge an Kohlenhydrate (angegeben werden ca. 140 g Glukose täglich) benötigt.

Ein Leben ohne Glukose wäre nicht möglich.

Saccharide sind schnell verfügbare Energie und in der Tat „Nervennahrung“.

Sportlern wird oft empfohlen, Traubenzucker vor dem Wettkampf zu sich zu nehmen, denn dadurch steht die Glukose dem Körper schnell zur Verfügung. Bei einem Glukosemangel greift der Organismus auf seine Vorräte zurück, und wenn diese verbraucht sind, läuft die Lipolyse an, bei der Muskulatur und Herz Fettsäuren verstoffwechseln. Das Gehirn benötigt weiterhin Glukose, die dann aus Aminosäuren (Eiweißen) gebildet wird. Die Folgen sind Verluste von Muskel- und Fettgewebe und ein ständiger Erregungszustand der Nerven, was auf lange Sicht zu ihrer Zerstörung führen kann. 

Die Menge macht’s - auch bei Zucker

Ein Zuviel des Süßen ist genauso problematisch wie zu wenig. Heutzutage nimmt der Mensch Glukose zunehmend in Reinform auf. Dieser Fakt und die steigende Verfügbarkeit in der täglichen Ernährung werden zunehmend kritisch gesehen. Daher werden Empfehlungen ausgesprochen, wie hoch der Zuckeranteil der menschlichen Ernährung sein sollte.

„Bitte, bitte Frauchen, ich will noch ein Leckerchen”... Jeder Hundehalter kennt doch diese Situation. Und dann ist ein Zuviel der täglich empfohlenen Kalorien schnell erreicht. Foto:©Ed Yourdon/Flickr/Wikimedia Commons
„Bitte, bitte Frauchen, ich will noch ein Leckerchen”... Jeder Hundehalter kennt doch diese Situation. Und dann ist ein Zuviel der täglich empfohlenen Kalorien schnell erreicht. Foto:©Ed Yourdon/Flickr/Wikimedia Commons
Brauchen Hunde denn auch Zucker?

In Reinform und in großen Mengen brauchen Hunde keinen Zucker. Kohlenhydrate dienen allerdings der Energiegewinnung und liefern Ballaststoffe. Tatsächlich fällt aber auch beim Selberkochen „Zucker“ an, und zwar in Form von Glucose (aus dem Fleisch stammend) oder Stärke (aus den pflanzlichen Rohmaterialien).

  • Hunde verfügen in ihrem Speichel nicht über Amylase (einem stärkespaltenden Enzym. Das brauchen sie auch nicht, denn die meisten Hunde kauen ihr Fressen nicht, sondern schlucken größere Stücke hinunter. Das ist zwar nicht das, was wir unter „guten Tischmanieren“ verstehen, befähigt sie als Jäger im Rudelverband aber dazu, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel z.B. von einem größeren Beutetier zu fressen.
  • Hunde bevorzugen Nahrung, die zu 60% Energie (also Kilokalorien) aus Fett, zu 30% aus Protein (Eiweiß) und nur zu 10% aus Kohlenhydraten bezieht.
  • Kohlenhydrate sind für Hunde nicht essentiell (lebensnotwendig), sie bieten aber für die Verdauung wichtige Ballaststoffe.
  • Im Herstellungsprozess werden Saccharide aufgeschlossen und stehen als leichtverdauliche Energie dem Hund zur Verfügung.

Zucker oder Kohlenhydrate in der Nahrung sind in der Tat nicht lebensnotwendig für Hunde - die Glucose im Blut für die Versorgung des Gehirns allerdings schon. Wenn Hunde keine Saccharide aufnehmen können, dann werden sogar körpereigene Proteine und Fette in Glucose umgebaut, damit sie dem Ablauf der biochemischen Reaktionen des Gehirns zur Verfügung steht.

Ein Snack zwischendurch - dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Nur bedenken Sie immer: die Gesamtmenge machts. Foto:©Rebecca Paliwoda/Wikimedia Commons
Ein Snack zwischendurch - dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Nur bedenken Sie immer: die Gesamtmenge machts. Foto:©Rebecca Paliwoda/Wikimedia Commons
Schadet Hunden die Aufnahme von Zucker?

Wenn Zucker überhaupt ein Bestandteil der Rezeptur eines Alleinfuttermittels ist, dann liegt der Gehalt unter 0,5% und ist nicht verantwortlich für z. B. Diabetes, Karies oder Übergewicht bei Hunden!

Die Abneigung von Zucker in Heimtiernahrung wird oft mit der Entstehung von Karies bei Kleinkindern durch gezuckerte Fruchtsäfte begründet. Die Aufnahme von Zucker durch Fertignahrung bei Hunden ist deutlich geringer, als vermutet und nachgewiesenermaßen nicht für die Zuckerkrankheit oder Karies bei Hunden verantwortlich.

Im Unterschied zum Menschen kann man bei weniger als 5% aller Hunde Karies feststellen.

Stattdessen heißt das tatsächliche Problem in der Maulhöhle „Parodontitis“ (Erkrankungen des Zahnhalteapparates) und betrifft vier von fünf Hunden, die älter als zwei Jahre alt sind.

Die Speichelzusammensetzung und die Zahnstruktur von Hunden und Menschen sind sehr verschieden, deshalb können die karieserzeugenden Bakterien in der Maulhöhle von Hunden kaum Schaden anrichten. (Quelle: Karies bei Hunden/Caries in dogs: J. Dental Res 1965, 44, 1354, jdr.sagepub.com, caries in pets: avds-online.org/info/cavities.html). 

Auch Diabetes mellitus steht bei Hunden im Zusammenhang mit Alter und Übergewicht - und nicht mit Zucker. (Quelle: Rand et al (2004) Canine and feline diabetes mellitus: nature or nurture? J Nut r. 2004; 134:2072S–2080S). 

Übergewicht dagegen, hervorgerufen durch zu viele Kilokalorien (egal ob aus Fetten, Kohlenhydraten und Eiweiß), schädigt tatsächlich eine große Anzahl von Menschen und Hunden.

Bei manchen Hundesnacks liegt der Zuckergehalt allerdings deutlich höher (um 10%) und erfüllt hier ähnliche Aufgaben, wie in der Herstellung von Marmelade, nämlich Konsistenz und Haltbarkeit positiv zu beeinflussen.

Wer seinem Hund besonders viele Snacks zwischen den Mahlzeiten gibt, wird bei ihm bald Übergewicht feststellen, da sind sich Hunde und Menschen dann doch sehr ähnlich. Neben einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung ist auch ab und zu ein Snack erlaubt. Bitte die Fütterungsempfehlung auf den Snacks beachten und die Kilokalorien durch die Leckerlis von der Gesamtmenge abziehen. Faustregel: nicht mehr als 10% der Kilokalorien pro Tag über Snacks abdecken.

Zucker beeinflußt die Konsistenz und Haltbarkeit eines Produktes. Zudem unterstützt er eine positive Farbgebung eines Lebens- oder Futtermittels. Foto:©www.haushaltstipps.net/pixelio.de
Zucker beeinflußt die Konsistenz und Haltbarkeit eines Produktes. Zudem unterstützt er eine positive Farbgebung eines Lebens- oder Futtermittels. Foto:©www.haushaltstipps.net/pixelio.de
Warum verwenden Tiernahrungshersteller Zucker im Hundefutter? 

Hobbyköche wissen: Gekochtes Fleisch ist nun mal grau – Zuckercouleur hilft z.B. Bratensoße, Wurst, aber auch manche Sorten Hundefutter ansprechend „einzufärben“. Denn: Das Auge von Frauchen und Herrchen isst mit!

In Produkten mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt reduziert er die Aktivität des „freien Wassers“ und verhindert so mikrobielles Wachstum. Ähnlich wie in der Marmeladenherstellung beeinflusst Zucker die Konsistenz und Haltbarkeit eines Produktes positiv. Zucker unterstützt in einer sogenannten „nicht enzymatischen Bräunungsreaktion“ (Maillard Reaktion) und als Zuckercouleur die Farbgebung eines Produktes und bietet damit eine Alternative zu künstlichen Farbstoffen. Im Grunde müssen bei der Herstellung von Tiernahrung die Erwartungen des Käufers und des Konsumenten zufrieden gestellt werden. 

Wird Zucker deklariert?

Die im finalen Produkt analysierten Werte hängen natürlich von den Rohmaterialien ab. Analysiert man Produkte mit Getreideanteilen wird immer Zucker (aus der Stärke stammend) gefunden. Daher können sich Aussage zur Zuckerfreiheit auch nur auf den zugesetzten Zucker beziehen. 

Wo ist Zuckercouleur/Zuckerkulör auf dem Etikett ausgewiesen?

Ob einem Produkt Zucker zugesetzt wurde oder nicht, findet der Verbraucher unter der Rubrik Zusammensetzung. Zuckercouleur wird im Bereich der Tiernahrung als Zusatzstoff (technischer Hilfsstoff) klassifiziert und gehört in die Gruppe der Farbstoffe. Fazit: 0,5% Zucker im Hundefutter ist also nicht der Grund für Übergewicht, Diabetes und Karies bei Hunden! 

Was fordert der Gesetzgeber?

Es gibt insgesamt vier verschiedene Zuckercouleure, davon wird einer nicht mehr als Zusatzstoff (E150a) eingestuft, da es sich lediglich um einfachen gebrannten Zucker handelt. Die anderen (E150b, E150c und E150d) werden nach wie vor als Zusatzstoffe aufgeführt. Weil sie jedoch als sehr sicher gelten und keine rechtliche Einschränkung des Maximalgehalts erforderlich ist, sind die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten angepasst worden, so dass diese drei Zusatzstoffe auf Tiernahrungsprodukten nicht mehr deklariert werden.

Quelle: www.hund-fragen-wissen.de

Veröffentlichung mit freundlicher Unterstützung von: www.petprofi.de

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Foto:©shutterstock.com/Edoma

Hundekaufvertrag

Sicherheit für Käufer und Verkäufer

Viele Hundekaufverträge erweisen sich im Streitfall als lückenhaft oder sogar unwirksam. Hierdurch können dem Züchter in einem Rechtsstreit mit einem Hundekäufer erhebliche Nachteile entstehen.

Viele Hundekaufverträge erweisen sich im Streitfall als lückenhaft oder sogar unwirksam. Hierdurch können dem Züchter in einem Rechtsstreit mit einem Hundekäufer erhebliche Nachteile entstehen.

Deshalb sollten Sie sich entweder bei einem auf das Tierkaufrecht spezialisierten Anwalt einen individuellen Hundekaufvertrag erstellen lassen oder zumindest die nachfolgenden Tipps beim Verfassen eines eigenen Kaufvertrags beherzigen:

  • Bezeichnen Sie die Vertragsparteien (Verkäufer und Käufer) jeweils konkret mit Vor- und Nachnamen, vollständiger Adresse, gegebenenfalls Telefonnummer sowie der Nummer des Personalausweises bzw. Passes. 
     
  • Der zu verkaufende Hund sollte mit allen wichtigen Angaben, die in seiner Ahnentafel vermerkt sind, beschrieben werden. Dazu gehören der vollständige Zwingername, der Wurftag, die Rasse, das Geschlecht, die Farbe (gegebenenfalls Abzeichen), die Zuchtbuchnummer, die Mikrochip-ID sowie gegebenenfalls HD-Befund, Zuchtzulassung oder Titel. 
     
  • Den Kaufpreis sollten Sie sowohl in Ziffern als auch in Worten in den Vertrag aufnehmen, ebenso die Fälligkeit und Zahlweise (zum Beispiel Barzahlung, Überweisung). Außerdem sollten Sie einen Eigentumsvorbehalt an dem Hund bis zur vollständigen Begleichung des Kaufpreises vereinbaren. 
     
  • Als Verkäufer sollten Sie erklären, dass der Hund in Ihrem Eigentum steht und frei von Rechten Dritter ist. 
     
  • Sofern Ihnen Mängel des Hundes bekannt sind, sollten Sie diese vollständig im Kaufvertrag aufführen und hinzufügen, dass Sie den Käufer auf diese Mängel hingewiesen haben. Gleichzeitig sollte der Käufer erklären, dass er hiervon vor dem Vertragsabschluss Kenntnis erlangt hat. Nur so können Sie verhindern, dass Sie später von dem Käufer für die besagten Mängel in die Haftung genommen werden. 
     
  • Lassen Sie den Käufer vertraglich bestätigen, dass er den Hund vor Vertragsabschluss auf äußerlich erkennbare Mängel überprüft hat. Falls Mängel erkennbar waren, sollten diese in den Vertrag mit aufgenommen werden. 
     
  • Unabhängig davon, ob Sie als Unternehmer gelten oder nicht, sollten Sie auf jeden Fall Schadensersatzansprüche i. S. d. § 437 Nr. 3 BGB ausschließen. 
     
  • Wichtig ist, dass Sie im Kaufvertrag den genauen Übergabetermin des Tieres festhalten. Schließlich müssen Sie nur für einen Mangel des Hundes haften, der vor dem Verkaufsdatum auftrat. 
     
  • Vergessen Sie nicht die Angabe des Orts und des Datums des Vertragsabschlusses sowie die Unterschriften der Vertragsparteien. Nehmen Sie in den Vertrag auf jeden Fall eine Klausel auf, wonach der Käufer die Möglichkeit hatte, auf den Inhalt des Vertrags Einfluss zu nehmen und lassen Sie sich dies mit seiner Unterschrift bestätigen. Anderenfalls könnte ein Gericht den Vertrag später als sog. Formularvertrag werten, der einer strengen Inhaltskontrolle unterliegt. 
     
  • In der Regel ist es ratsam, den zu verkaufenden Hund möglichst noch kurz vor der Übergabe an den Käufer tierärztlich untersuchen zu lassen und das tierärztliche Attest zum Vertragsinhalt zu machen. Das Untersuchungsergebnis kann dann später als Indiz dafür Seite 1 von 2 gelten, dass das Tier zum Zeitpunkt der Übergabe mängelfrei war.

* Sofern Sie nicht als Unternehmer i. S. d. § 14 BGB gelten, können Sie die Mängelhaftung im Wege eines individuellen Kaufvertrags vollkommen ausschließen. Als Unternehmer gilt ein Züchter, der am Markt planmäßig und dauerhaft Tiere gegen Entgelt anbietet, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine nebenberufliche Tätigkeit handelt (siehe auch PetProfi™ Artikel „Hobbyzüchter oder schon gewerbsmäßiger Züchter?” in Heft 4/2013). In diesem Fall gelten für den Tierkauf die strengen Vorschriften über den Verbrauchsgüterkauf.

Zusätzlich können noch weitere Inhalte vertraglich geregelt werden, wie etwa ein Verbot der Abgabe des Hundes an Dritte oder gar an eine Tierversuchsanstalt. Solche Regelungen sollten stets mit einer angemessenen Vertragsstrafe gesichert werden. Um Fehler zu vermeiden, sollten Sie sich jedoch zuvor besser anwaltlich beraten lassen. Sollte es später zu Streitigkeiten über den Vertragsinhalt kommen, müssen Sie gegebenenfalls beweisen, was alles mit dem Käufer abgemacht wurde. Daher sollten Sie -sofern möglich- stets einen unabhängigen Zeugen zu den Vertragsverhandlungen hinzuziehen.

Bei den zuvor genannten Inhalten handelt es sich lediglich um die absoluten Mindestanforderungen, die an einen Hundekaufvertrag zu stellen sind. Bedenken Sie, dass manch selbst gewählte Vertragsklausel sich später als unwirksam herausstellen kann. Damit in diesem Fall nicht der komplette Kaufvertrag hinfällig wird, sollte abschließend noch die sogenannte „Salvatorische Klausel“ eingefügt werden, wonach der Kaufvertrag im Falle einer unwirksamen oder undurchführbaren Regelung im Übrigen seine Wirksamkeit behalten soll.

Rechtsanwältin Verena S. Rottmann

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des PetProfi™ Service - www.petprofi.de

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Foto:©Sagmeister/IDG-IRJGV

Zwingerhusten - ein Thema für jeden Hund und Halter

Entwurmungen und Impfungen schützen Hunde vor gefährlichen Infektionen. Hygiene im Zusammenleben mit dem Hund ist unverzichtbar und selbstverständlich, damit auch die Menschenfamilie vor übertragbaren Erkrankungen geschützt ist.

Entwurmungen und Impfungen schützen Hunde vor gefährlichen Infektionen. Hygiene im Zusammenleben mit dem Hund ist unverzichtbar und selbstverständlich, damit auch die Menschenfamilie vor übertragbaren Erkrankungen geschützt ist. Hierbei handelt es sich um die Grundprinzipien in jeder Haustierhaltung, insbesondere der Hundehaltung, denn sie ist in der Regel sehr eng. Und wer will schon die Gesundheit der eigenen Kinder gefährden, oder das Leben des geliebten Vierbeiners?

Doch es gibt vielfach konträre Argumente zur Notwendigkeit von Impfungen und deren Intervallen. Über die Impf-NOTWENDIGKEIT kann es unserer Ansicht nach keine Diskussion geben. Wer einmal einen Hund (Welpe oder erwachsen) an Parvovirose oder Staupe verloren hat, wird keinem weiteren Hausgenossen ein ähnliches Schicksal zumuten wollen.

Zwingerhusten (wie nachstehend ausführlich beschrieben) ist zwar gut behandelbar, jedoch nicht zu unterschätzen -aber auch VERMEIDBAR- durch eine entsprechende Impfung.

Die Vorgaben des IDG und IRJGV gehen seit Jahrzehnten viel weiter als die veterinäramtlichen Vorschriften, wenn es um die vorkehrenden Impfungen zur Teilnahme an den Verbandsveranstaltungen geht.

Die Tollwut-Impfung (Krankheit auf den Menschen übertragbar) ist behördlich vorgegeben. Die Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose schreibt der Verband zur Teilnahme an Ausstellungen, Begleithunde-Ausbildung und Agility-Sport-Veranstaltungen vor. Die Impfung gg.Parainfluenza (Zwingerhusten) wird dringend empfohlen. Nur Hunde, die einen LÜCKENLOSEN Impfschutz aufweisen, und zwar gegen alle genannten Infektionskrankheiten, können Sie beruhigt an allen Veranstaltungen teilnehmen, oder einfach nur mit Ihrem Nachbarshund spielen lassen!

Die häufigsten Erkrankungen gegen die auf jeden Fall geimpft werden sollte, sind in den Impfempfehlung der Ständigen Impfkomission aufgeführt.

Der Zwingerhusten

Die nach einer Impfung mit Intrac® ausgelöste lokale Antikörperproduktion ist die einzige Möglichkeit, um effektiv gegen Bordetella bronchisptica-Infektionen zu schützen. Durch ihre Natur bedingt, würden Antikörper, die sich nach einer systemischen Impfung bilden, nicht die nötige lokale Immunität liefern. Hunde, die mit Intrac® geimpft werden, sind dort vollständig geschützt, wo es am effektivsten ist – an den Atemwegen. Diese lokale Immunität bedeutet -auch in kritischen Situationen- Schutz gegen den Husten. 

Was bedeutet Zwingerhusten?

Als Zwingerhusten bezeichnet man eine akute, ansteckende Erkrankung der oberen und unteren Luftwege bei Hunden. Die Bezeichnung Zwingerhusten ist allerdings irreführend, da bei weitem nicht nur Zwingerhunde betroffen sind. Vielmehr handelt es sich um eine Krankheit, die eine Gefahr für jeden Hund darstellt, der in Kontakt mit fremden Hunden kommt. Dies kann bei Spaziergängen, bei Hundeprüfungen, auf Ausstellungen, in Hundeschulen oder Hundepensionen der Fall sein. Heute bezeichnet man daher die Krankheit richtigerweise als „infektiöse Tracheobronchitis” (Trachea = Luftröhre). 

Wie äußert sich die „infektiöseTracheabronchitis?

Zu Beginn, bzw. wenn eine unkomplizierte Infektion vorliegt, zeigen die Hunde trockenen, sehr lauten Husten, serösen (dünnflüssigen) Nasenausfluß und eine Tonsillitis (Mandelentzündung). Die zu Beginn rauhen, krampfartigen Hustenanfälle- wie wir sie vom Keuchhusten her kennen -werden später feucht und können extrem lange anhalten. Das Allgemeinbefinden, wie Futteraufnahme, Verhalten, Lebhaftigkeit etc., ist meistens ungestört. 

Lichtmikroskopisches Bild von Bordetella bronchisptica in einer Geißelfärbung nach Leifson (nachträglich digital eingefärbt). Foto:©CDC/Dr.William A.Clark/Marco Tolo/wikimedia commons
Lichtmikroskopisches Bild von Bordetella bronchisptica in einer Geißelfärbung nach Leifson (nachträglich digital eingefärbt). Foto:©CDC/Dr.William A.Clark/Marco Tolo/wikimedia commons
Das Bakterium Bordetella bronchiseptica ist die Ursache für eine sehr ansteckende Atemwegsinfekton, deren Symptom hartnäckiger Husten ist. Es gibt zwar eine Anzahl von Erregern -hauptsächlich Viren- die bei Hunden Husten hervorrufen, jedoch kompliziert Bordetella die Infektion beträchtlich. Bordetella als Einfach- oder Mischinfektion zeigt sich durch einen rauhen, oft krampfartigen Husten, der drei Wochen oder länger anhalten kann. Sogar wenn die Symptome verschwunden sind, bleiben die Hunde für weitere drei Monate latent infiziert.

Nicht immer verläuft aber die Krankheit mit diesen relativ milden Symptomen. Häufig verschlimmert sich das Krankheitsbild. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Hunde Streßsituationen ausgesetzt werden, wie beispielsweise Hundeprüfungen oder Jagdeinsätzen. Durch Streß kommt es zu einer Unterdrückung des Immunsystems, so daß der Körper nicht in der Lage ist, die Erreger abzuwehren. Aus der Anamnese (Vorbericht) erkrankter Hunde ergibt sich fast immer, daß die Hunde vor der Erkrankung ungewohnten Streßsituationen ausgesetzt waren. Bei kompliziertem Krankheitsverlauf ist das Allgemeinbefinden gestört und die Hunde zeigen zusätzlich zu den oben genannten Symptomen Fieber, eitrigen Nasen- und Augenausfluß und Anzeichen einer Lungenentzündung. 

Wie entsteht die infektiöse Tracheobronchitis?

Für die Entstehung der infektiösen Tracheobronchitis sind verschiedene Faktoren -eine Vielzahl von Viren und Bakterien, sowie ungünstige Umweltbedingungen- verantwortlich, so daß man die Krankheit auch zu den sogenannten Faktorenerkrankungen rechnet.

Die Viren (hauptsächlich Parainfluenza-2 und canines Adenovirus 2) bezeichnet man als Primärerreger, bzw. Wegbereiter. Sie siedeln sich auf der Schleimhaut der Atemwege an, wodurch die lokale Abwehr geschädigt wird. Durch diese Vorschädigung der Schleimhaut können sich vermehrt Bakterien ansiedeln. Das wichtigste Bakterium -welches auch die eigentlichen Krankheitssymptome auslöst- ist das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Der Name stammt von seinem Entdecker, dem belgischen Bakteriologen Jules Bordet, der ebenfalls den Erreger des Keuchhustens (Bordetella pertussis) beim Menschen entdeckte. Die Bordetellen heften sich an die Zilien (Flimmerhärchen) der Schleimhaut an und produzieren dort Toxine (Giftstoffe), die eine Zilienlähmung auslösen.

Einträufeln des Impfstoffes direkt in die Nase des Hundes. Foto:©Intervet Deutschland GmbH
Einträufeln des Impfstoffes direkt in die Nase des Hundes. Foto:©Intervet Deutschland GmbH
Es ist leicht vorstellbar, daß dadurch eine „Reinigung” der Schleimhaut nicht mehr stattfindet und es zu einer Ansammlung von Schleim kommt. Die physiologische (natürliche) Zilienfunk­tion kann nicht mehr aufrechterhalten werden. Der normalerweise dünnflüssig vorkommende Schleim wird in zähe, mukopurulente (schleimig-eitrige) Flüssigkeit umgewandelt. Dadurch wird die weitere Besiedlung mit krankmachenden Bakterien gefördert. Bordetella bronchiseptica muß bei gewissen Seuchenausbrüchen auch als Primärerreger angesehen werden. Die Verbreitung der Erreger erfolgt aerogen, also mit der Luft, als sogenannte Tröpfcheninfektion und erfaßt schlagartig eine ganze Hundepopulation. Die Erreger werden entweder ausgehustet oder durch direkten Kontakt übertragen. Auch noch klinisch gesunde Hunde können massiv aerogen Erreger ausscheiden, so daß es zu einer rapiden Seuchenausbreitung kommen kann. Die infektiöse Tracheobronchitis ist hochgradig ansteckend. Erkranken können sowohl junge als auch erwachsene Tiere. Gerade ein Ausbruch bei jungen Tieren sollte verhindert werden, da dauerhafte Schäden des Lungengewebes zurückbleiben können.

Bordetellen heften sich an die Zilien entlang der Atemwege, wo sie eine Zilienlähmung durch ein Exotoxin hervorrufen und so die Schleimclearance verhindern. Dadurch verändert sich der infizierte Schleim von siner normalen dünnen Konsistenz in eine dicke, schleimig-eitrige, zähe Flüssigkeit. Die langen Hustenanfälle enstehen dadurch, daß der Hund versucht, die klebstoffähnliche Substanz aus den Luftwegen zu entfernen. 

Wie können Sie Ihren Hund gegen die infektiöse Tracheobronchitis schützen?

Die wichtigsten Virenvertreter -das Parainfluenzavirus Typ 2 und canine Adenovirus 2- sind bereits in einigen Kombinationsimpfstoffen enthalten. Sie können daher Ihren Hund automatisch bei den Wiederholungsimpfung gegen die wichtigsten Viruserreger der infektiösen Tracheobronchitis aktiv schützen. Fragen Sie bei der nächsten Impfung Ihren Tierarzt, ob diese Viren in dem Kombinationsimpfstoff enthalten sind.

Häufig ist jedoch dieser Schutz bei Hunden mit viel Kontakt zu fremden Hunden, bzw. bei Hunden, denen in nächster Zeit eine Streßsituation bevorsteht, nur begrenzt wirksam. In solchen Fällen sollten Sie Ihren Hund zusätzlich gegen das wichtigste Bakterium des Zwingerhustenkomplexes -Bordetella bronchiseptica- schützen.

Gegen Bordetella bronchiseptica steht ein moderner Impfstoff mit Namen Intrac® zur Verfügung. Da die Eintrittspforte für Bordetella bronchiseptica die Nasenschleimhaut ist, an der eine lokale Infektion verursacht wird, wird auch der Impfstoff direkt in die Nase geträufelt. So baut sich in kürzester Zeit dort eine Immunität auf, wo das Bakterium angreift. Durch den schnellen Immunitätsaufbau kann die Impfung auch sehr gut als Notimpfung angewendet werden, wenn unerwartete Streßsituationen für den Hund anstehen.

Von: Dr. med. vet. Martin Pauli

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Neu - WhatsApp-Agility-Community

Um die Kommunikationswege für alle Agility-Beteiligten des Verbandes so kurz und einfach wie irgend möglich zu gestalten, haben wir uns dazu entschlossen WhatsApp-Gruppen anzubieten. Dies soll dafür sorgen, dass alle ehrenamtliche Mitarbeiter des Verbandes stets aktuell informiert sind.  Unser Agility-Beauftragter des Hauptverbandes, Herr Ingo Bursch, wird die Betreuung dieser Community übernehmen.  Die Mitarbeiter, die dieses Angebot nutzen möchten, können sich über den Einladungslink https://chat.whatsapp.com/FAdyyDL4uNO80E7P996i04 legitimieren. Um die Registration problemlos vornehmen zu können, meldet Euch bitte mit  Eurem vollständigen Namen, Name der Landesgruppe, der örtlichen Gruppe und Eurer Funktion im Verband  an. Herr Bursch wird dann die Anfrage entsprechend bearbeiten und Euch in die zutreffende Gruppe hinzufügen.  Im Augenblick sind noch keine Informationen in den Gruppen hinterlegt. Sobald die Registrierungen abgeschlossen sind, werden die ersten Informationen eingestellt. Über regen Zuspruch für dieses Angebot würden wir uns sehr freuen!

Um die Kommunikationswege für alle Agility-Beteiligten des Verbandes so kurz und einfach wie irgend möglich zu gestalten, haben wir uns dazu entschlossen WhatsApp-Gruppen anzubieten. Dies soll dafür sorgen, dass alle ehrenamtliche Mitarbeiter des Verbandes stets aktuell informiert sind. 

Unser Agility-Beauftragter des Hauptverbandes, Herr Ingo Bursch, wird die Betreuung dieser Community übernehmen. 

Die Mitarbeiter, die dieses Angebot nutzen möchten, können sich über den Einladungslink

https://chat.whatsapp.com/FAdyyDL4uNO80E7P996i04

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